Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Wächter des Tages
Dnevnoi Dozor

Mix aus Geschichte und neuem Gewand, ein Kassenhit aus dem neuen Russland: Nachdem sich die Armeen des Hellen und des Dunklen Tausende von Jahren bekriegt haben, wird ein Waffenstillstand geschlossen. Wachen des Tages und der Nacht überprüfen dessen Einhaltung, eine neutrale Richterinstanz schlichtet Streitfälle. Aber alles wird unüberschaubar, denn es gibt Vampire, Zauberer und Hexen, die manchmal Ermittler- oder Ärzteteams aus US-Serien oder auch Mafia-Trupps ähneln und nicht immer ist klar, wer zu welcher Fraktion gehört. Die Fantasy-Handlung spielt nicht irgendwo in Mittelerde, sondern im heutigen Moskau mit seinen Licht- und Schattenseiten. Noch aufwändiger produziert als sein Vorläufer ("Wächter der Nacht"), bietet das russische Fantasy-Spektakel alles, was das Genre braucht. Gespickt mit russischen Besonderheiten, besticht der Film trotz Unübersichtlichkeit durch rigoroses Unterlaufen der bedeutungsschwangeren Handlung.

Erinnerung an eine Utopie