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Toni Erdmann

Ines, eine so erfolgreiche wie verbissene Unternehmensberaterin, wird von ihrem Vater Winfried aufgesucht. Der Alt-68er hat als Musiklehrer gerade seinen letzten Schüler verloren. Mit falschen Zähnen und Zottel-Perücke tritt er als Toni Erdmann in Erscheinung, um seine Tochter aus ihrem auf Arbeit fokussierten Leben zu befreien.
Den umgekehrten Generationenkonflikt, in dem ein entspannter Vater seiner im Neoliberalismus gefangenen Tochter rät, sich locker zu machen, erzählt Maren Ade kitschfrei und mit überraschenden Wendungen. Flexibel, ohne die Bildebene in den Vordergrund zu rücken, reagiert Patrick Orths Kameraarbeit auf die grandiosen Hauptdarsteller Sandra Hüller und Peter Simonischek, denen die Gratwanderung zwischen Komik, Tragik und surrealen Momenten hervorragend gelingt.


Fast verpasst