The Making of an Englishman

Kevin Macdonald, der Enkel von Emeric Pressburger und selbst vielfach ausgezeichneter Filmregisseur, hat seinem Großvater den Dokumentarfilm The Making of an Englishman gewidmet. Darin beschreibt er ihn darin als einen ungarischen Juden, der nach seiner Flucht gewillt war, englischer als die Engländer zu sein - vor allem aber ein Gentleman. Innerhalb weniger Jahre wurde Pressburger an der Seite von Michael Powell zu einem der erfolgreichsten Filmemacher des Landes. Filmausschnitte, Gespräche mit Martin Scorsese, dem die Restaurierung von»Colonel Blimp« zu verdanken ist, und mit Curt Siodmak zeichnen diesen spannenden und berührenden Dokumentarfilm aus. Zusammen mit seinem Bruder und Produzenten Andrew Macdonald stelltKevin Macdonald den Film in Potsdam vor.
In Anwesenheit von Kevin Macdonald und Andrew Macdonald

Begrüßung: Thomas Kralinski (Staatskanzlei des Landes Brandenburg), Wolf Bauer (UFA GmbH), Ursula von Keitz (Filmmuseum Potsdam), Nicola Galliner (JFBB)
Anschließend: Empfang im Foyer

In Zusammenarbeit mit der Ufa GmbH

Termine

23. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg

100 Jahre Ufa sind auf erfolgreiche und gleichermaßen schmerzhafte Weise mit dem künstlerischen Wirken jüdischer Filmschaffender verbunden. Nach 1933 entsprachen sie nicht den herrschenden rassistischen Leitbildern, wurden entlassen, vertrieben, verfolgt oder ermordet. Lange bevor die Konzentrationslager des Deutschen Reiches ihre mörderische Arbeit begannen, wurde eine ganze filmische Kulturepoche vernichtet. Nur wenigen war es vergönnt, ihre Karriere im Exil fortzusetzen. Der Verlust für die deutsche Filmwirtschaft ist bis heute spürbar. Das 100. Jubiläum der Ufa ist ein gegebener Anlass, die Erinnerung an jüdische Filmschaffende, ihre Vertreibung und ihr Exil wach zu rufen. In diesem Jahr widmet sich das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg daher einem der heute nur wenig erinnerten Filmkünstler: Emeric Pressburger war einer der produktivsten Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure. Exemplarisch beleuchtet die Hommage Pressburgers Filmschaffen bei der Ufa, in den Kriegsjahren in London sowie in den 1950er Jahren.
In Zusammenarbeit mit der Ufa GmbH