Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Stroszek

Ein etwas weniger bekannter, aber dafür typischer Werner-Herzog-Film: Es geht auch hier um Typen, die anecken und Außenseiter sind. Sie haben ihren eigenen Willen und kämpfen für ihre Freiheit und Selbstbestimmung. Bruno Stroszek, Straßensänger in Berlin, wird gerade aus der Haft entlassen und landet wie dereinst Franz Biberkopf in Döblins "Berlin Alexanderplatz" im anonymen Betrieb der Großstadt. Dort trifft er die Prostituierte Eva, die verzweifelt ist und von ihren Zuhältern verfolgt wird. Bruno, Eva und Herr Scheitz, Brunos Nachbar, wollen vor der feindlichen Welt fliehen und in Amerika ein neues Leben beginnen. Eine Besonderheit des Films ist, dass Bruno S. sich selbst spielt. Herzog hatte ihn bereits für seinen Film "Jeder für sich und Gott gegen alle - Kaspar Hauser" entdeckt, für ihn ist Bruno S. "der unbekannte Soldat des deutschen Films".

Lebenszeichen - Neuer Deutscher Film zwischen 1970 - 1980