Sprich mit ihr
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Sprich mit ihr
Hable con ella

Der begnadete Autodidakt Pedro Almodóvar wird 60 Jahre alt. Zu diesem Anlass zeigt das Filmmuseum sein leises Melodram "Sprich mit ihr". Nach "Alles über meine Mutter" gelang Almodóvar damit ein weiterer, viel prämierter Film über die Sehnsucht, das Erzählen und Zuhören.
In "Sprich mit ihr" liegen zwei Frauen im Koma, Alicia, die junge Tanzschülerin und Lydia, die Stierkämpferin. Um Alicia kümmert sich mit rührender Besessenheit der Krankenpfleger Benigno, um Lydia der Reisejournalist Marco - zwei Männer, deren Liebe nicht erwidert werden kann. Der Film beginnt in gewisser Weise mit dem Schluss von "Alles über meine Mutter". Der Vorhang, der dort am Ende fiel, öffnet sich und man sieht Pina Bausch und Malou Airaudo tanzen - zwei Frauen die sich vor Verzweiflung winden und fallen, als ein Mann auf der Bühne auftaucht. Ohne sich zu kennen, sitzen Benigno und Marco im Publikum.
Geraldine Chaplin, die in "Sprich mit ihr" in der prägnanten Nebenrolle als Alicias Tanzlehrerin brilliert, sagte kürzlich in Berlin, dass sie an der Rolle in "Sprich mit ihr" besonders die Hommage an Pina Bausch interessiert habe und dass sie endlich einmal mit Almodóvar zusammen arbeiten wollte. Flankierend wird "Pina" (R: Wim Wenders, D/F 2011) in der "Rückschau" zu sehen sein.

Gern gesehen 09/11