Son of Saul

Saul Ausländer ist Mitglied eines ungarischen Sonderkommandos in Ausschwitz-Birkenau, welches abseits der anderen jüdischen Gefangenen gezwungen wird, den Nazis bei der Massenvernichtung zu assistieren. Während seiner Arbeit im Krematorium glaubt Saul in der Leiche eines Jungen seinen Sohn wiederzuerkennen. Als das Sonderkommando einen Aufstand plant, versucht Saul das Unmögliche: den Körper seines Sohnes vor den Flammen zu bewahren, einen Rabbi zu finden und den Jungen würdevoll zu beerdigen. Als Mensch.
Knapp zwei Stunden heftet sich die Kamera in Nemes' Erstlingsfilm an den KZ-Häftling. Und obwohl die Außenwelt um Saul oft schemenhaft verschwimmt oder außerhalb des Bildrahmens verschwindet, kündet doch die Tonspur von der Härte und Erbarmungslosigkeit der Ereignisse. Durch diese ganz eigene Filmsprache erhält das mit dem Oscar ausgezeichnete Werk seine Intensität und Brillanz.

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