Sieben Sommersprossen
Sieben Sommersprossen

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Sieben Sommersprossen

Ausverkaufte Vorstellungen, wochenlang. Während das DDR-Kinopublikum ansonsten eher in Unterhaltungsfilme aus dem Westen strömte, konnte die DEFA-Produktion "Sieben Sommersprossen" mithalten. Sommer, Sonne, Sehnsucht, Poesie und nackte Haut schlugen alle Rekorde. Das Drehbuch entstammt der Feder der Potsdamer Autorin Christa Kožik: Die 14-jährige Karoline und der ein Jahr ältere Robert treffen sich in einem Ferienlager und erkennen einander wieder. Was einst kindliche Verliebtheit war, wird zur ersten großen Liebe. Strenge Vorschriften lassen ihnen für Zweisamkeit wenig Raum, die Proben zu Shakespeares "Romeo und Julia" scheinen ihnen wie ein Spiegel des eigenen Sehnens. Der Film beschreibt feinfühlig und in eindringlichen Bildern die jugendlich-unschuldige Suche nach Ausdrucksformen für die eigenen Wünsche und Erwartungen, für pubertierende im Osten Deutschlands ist er Ende der 1970er Jahre ein Muss. Auch nach "Sieben Sommersprossen" arbeitet Christa Kožik wieder erfolgreich mit Herrmann Zschoche zusammen. 1984 kommt der von der Filmkritik bejubelte Film "Hälfte des Lebens" mit den Schauspielern Ulrich Mühe und Jenny Gröllmann in die Kinos. Neben ihrer Arbeit für die DEFA schreibt Christa Kožik auch Kinderbücher. Ihr Kinderbuchklassiker "Moritz in der Litfaßsäule" wird 1982 von Rolf Losansky verfilmt. Wir gratulieren Christa Kožik im Namen Hunderttausender glücklicher Filmzuschauer und Leser zum 70. und wünschen von Herzen alles Gute!

Zum 70. Geburtstag von Christa Kožik 02/11