Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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SCHWARZ WEISS Der Silhouettenfilm des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden

21. Juni - 11. August 1996
Die Protagonisten des Silhouettenfilms sind filigrane Geschöpfe aus schwarzem oder auch farbigem Papier, für die DEFA erfunden und zum Leben erweckt im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden. Die Schau beleuchtete die produktionstechnischen Geheimnisse des Silhouettenfilms und bot Gelegenheit, sich über die Wurzeln dieser Kinokunst in Schattentheater und Scherenschnitt und über ihre abwechslungsreiche Geschichte im 20. Jahrhundert zu informieren. Vom Drehbuchentwurf bis zur fertigen Figur und Ausstattung, die am Arbeitsplatz des Psaligraphen (Ausschneidekünstler) entstehen, konnten Besucher der Filmentstehung folgen und sich selbst ausprobieren.
Kuratorin: Barbara Barlet (DIAF Dresden)
Gestaltung und Katalog: Löser Partner (Dresden)
Ausstellungsfotos folgen.
Mehr zur Ausstellung

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Im Mittelpunkt der Ausstellung stand das Lebenswerk Bruno J. Böttges (1925-1981). Seit 1951 hat der gelernte Regie- und Kameraassistent den Silhouettenfilm wie kein anderer geprägt. Ihm war es zu verdanken, dass sich dieser Produktionszweig mit der Gründung des DEFA-Studios für Trickfilme 1955 - trotz gegenläufiger kulturpolitischer Vorgaben - fest in Dresden zu etablieren vermochte. In der Ausstellung konnten Besucher sein Werk wiederentdecken, von ersten, nicht öffentlich gezeigten Versuchen bis hin zum letzten Werk "Die kleine Hexe", das er unvollendet hinterließ.
Ein weiterer Akzent der Schau lag auf der Produktion von Scherenschnittfilmen. Details in der Figurenfertigung, optische Kniffe sowie ein Tricktisch halfen den Besuchern, Produktionsabläufe zu verstehen. Originale Silhouetten und Dekorationen, Produktionsunterlagen, Fotos und Plakate komplettierten die Schau. In einer Mitmach-Ecke konnten sich junge Besucher mit Papier und Schere selbst als Psaligraphen versuchen.

Eine Ausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm e.V. Dresden (DIAF).
Ein Filmprogramm ergänzte die Ausstellung, zu der auch ein Begleitkatalog erschien.