Roland Gräf

Roland Gräf bei Dreharbeiten zu "Fallada - letztes Kapitel" (1988); Foto: G. Linke

Anlässlich seines 70. Geburtstags dokumentierte die Ausstellung Roland Gräfs Schaffen als Kameramann und Regisseur für den Film. Mit Szenen- und Werkfotos, Standortskizzen, Drehbüchern, Schriftdokumenten aus dem Archiv des Regisseurs und weiteren Exponaten aus den Sammlungen des Museums zeigte die Präsentation den konsequenten Realismus des Künstlers auf.

Die Bilder des Verbotsfilms Jahrgang 45 (1966/1990), einziger Spielfilm von Jürgen Böttcher, bezeugen wie in keinem anderen jener Zeit einen ästhetischen Bruch zur Ufa, aber auch zur DEFA. Spätere Werke wie Mein lieber Robinson (1971), Bankett für Achilles (1975), Die Flucht (1977) - Armin Mueller-Stahls letzter Kinofilm in der DDR -, Märkische Forschungen (1982) oder Fallada - letztes Kapitel (1988) beweisen seine kompromisslose Hinwendung zur Wirklichkeit und die Orientierung an den Vorbildern des realistischen europäischen Kinos.