Potsdam-Premiere: Water Makes Money

Am 23. September 2010 finden über 100 Premieren von "Water Makes Money" in Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern statt. Die Dokumentation über Privatisierung des Wassers zeigt, wie überall dort, wo Kommunen in Geldnöten nach finanzieller Entlastung suchen, multinationale Konzerne wie RWE, Veolia oder Suez an die Tür klopfen. Nach eigenen Angaben hat es Veolia innerhalb der letzten 10 Jahre geschafft, sich in 450 deutschen Städten an der Wasserversorgung zu beteiligen. Im Zuge der Teilprivatisierung der Wasserversorgung in Berlin 1999 sind die Preise dort um 35 Prozent gestiegen. Der Grund: die Profite der Konzerne wurden vertraglich vereinbart. Drei Jahre musste die Grünen-Abgeordnete Heidi Kosche beim Berliner Verfassungsgericht klagen, bis man der Volksvertreterin das Recht auf Einsicht in die Verträge gewährte. Im Filmgespräch berichtet sie über ihre Erkenntnisse. Das Berliner Volksbegehren: "Schluss mit Geheimverträgen! Wir Berliner wollen unser Wasser zurück!" hat das Ziel, die Berliner Wasserbetriebe zu rekommunalisieren. Berliner Bürger können ihre Stimme gleich vor Ort, im Filmmuseum Potsdam, abgeben.
Im Gespräch mit Monika Griefahn (ehemalige Umweltministerin) und Hans-Christian Ströbele (Mitglied des Deutschen Bundestages) geht es auch um das globale Menschenrecht auf Trinkwasser, wie es am 28. Juli 2010 von der UNO anerkannt wurde. Noch immer fehlt dieses Recht fast einer Milliarde Menschen.

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Öko-Film-Gespräch