Panzerkreuzer Potemkin

Der junge Sergej Eisenstein erhält mit "Panzerkreuzer Potemkin" die Chance seines Lebens: in staatlichem Auftrag eine Serie von Filmen anlässlich des 20. Jahrestags der Revolution von 1905 zu drehen. Er realisiert nur eine Episode, die Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin und die anschließende Solidarisierung der Bevölkerung von Odessa mit den Aufständischen. Der Film hat im Dezember 1925 Premiere und wird ein gewaltiger Erfolg, der bis heute anhält. Eisenstein erzählt von einer Revolution, die Naturereignis und gesellschaftliche Umwälzung zugleich ist. Er unterscheidet nicht zwischen Menschen und leblosen Dingen, sein Filmmaterial komponiert er nach einem modernen Rhythmus: Die Maschinen des Panzerkreuzers dirigieren die Menschenmenge, der Kanonendonner lässt Löwen aus Stein aufbrüllen.

Stephan v. Bothmer begleitet live am CineTronium.
Er ist Spezialist für das Ende der 1920er Jahre aufkommende Instrument "Kinoorgel". Das von ihm entwickelte "CineTronium" stellt eine Weiterentwicklung der Kinoorgel dar, ein Instrument, speziell für die Live-Begleitung von Stummfilmen. Grundlage sind eine Reihe elektronischer Musikinstrumente. Dazu kommen spezielle Einheiten für die live-taugliche Bedienung.
Eine weitere Wurzel des Instruments stellt das Trautonium-Manual dar. Das Mixturtrautonium von Oskar Sala ist besonders durch die Vertonung des Hitchcock-Trillers "Die Vögel" weltberühmt geworden.
Das CineTronium klingt durch die elektronische Klangerzeugung sehr nach "Filmmusik", erweitert also das klassische Kinoorgel-Klangrepertoire extrem. Auch moderne Drummloops können abgefeuert werden. Im Zentrum des CineTroniums steht aber nach wie vor, wie könnte es bei einem Pianisten anders sein, der Klavierklang.

Termine

Freilichtkino in der russischen Kolonie Alexandrowka