Wege übers Land
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Mythos DDR ohne Vertriebene: Gespräch und Film: Wege übers Land (3. Teil)

Die Schauspielerin und Regisseurin Ursula Karusseit erlebte als Fünfjährige die Flucht aus dem westpreußischen Elbing. Sie wuchs in der DDR auf, wo sie ab 1962 als Theater- und
Filmschauspielerin wirkte. Über ihre Erfahrungen als Kind einer sogenannten Umsiedlerfamilie unterhält sie sich mit dem Historiker Michael Schwartz, der zahlreiche Publikationen zur Vetriebenenpolitik in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR veröffentlicht hat. Im Anschluss wird ein Teil des Fernsehspielfilms Wege übers Land (R: Martin Eckermann) von 1968 gezeigt, in dem Ursula Karusseit eine Neubäuerin spielt, die während der Kriegs- und Nachkriegszeit Flucht und Vertreibung erleben muss. Nachdem der Mann nicht aus dem Krieg zurückkehrt, geht sie mit ihren zwei adoptierten Kindern zurück in ihr Heimatdorf. Sie baut einen beachtlichen Bauernhof auf, doch die Kollektivierung beginnt. Sie verliebt sich in den Bürgermeister, doch der verschollene Ehemann taucht wieder auf.

Potsdamer Gespräche - Mythen der Moderne in Brandenburg 09/11