Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Mein Vater

Götz Georges Schauspielkarriere könnte facetten- und abwechslungsreicher kaum sein. Nur wenige Stationen seien hier exemplarisch gelistet: als Elfjähriger neben Romy Schneider in "Wenn der weiße Flieder wieder blüht", "Alter Kahn und junge Liebe" für die DEFA kurze Zeit später. In den 60er Jahren: Zusammenarbeit mit Wolfgang Staudte, Karl-May-Filme und Arbeit am Theater. 1970: "Ostwind" (Jean-Luc Godard u.a.), 1977: "Aus einem deutschen Leben" - George als Auschwitz-Kommandant. Schimanski ermittelt ab 1981 - bis heute über vierzig Mal. "Der Sandmann", "Schtonk", "Der Totmacher", "Rossini" ... Wir gratulieren dem Ausnahmeschauspieler zu seinem 70. Geburtstag und zeigen ihm zu Ehren Andreas Kleinerts exzellenten Fernsehfilm "Mein Vater" in dem Götz George auf bewegende Weise das Schicksal eines an Alzheimer Erkrankten verkörpert: Als Busfahrer ist Richard Esser nicht mehr tragbar. Er wird entlassen. Der Grund: Er hat Alzheimer. Verloren und verlassen steht er auf dem Betriebsgelände mit den Papieren. Panisch sucht er sein Zuhause. Die Familie seines Sohnes nimmt sich seiner an. Immer mehr verfällt der Vater, die Erinnerungslücken und (kindlichen) Ausbrüche nehmen zu, die Familie droht zu zerbrechen.

Zum 70. Geburtstag von Götz George