Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Mein Freund Iwan Lapschin
Moi drug Iwan Lapschin

Namenlose Provinz in den 1930er Jahren. Die Miliz im Kampf gegen kriminelle Banden, Diebe, Huren, Mörder. Das Stadttheater probt ein Stück über die Umerziehung von Verbrechern und Volksfeinden, die beim Kanalbau zu Aktivisten reifen. Realität und Utopie, Kunst und Leben. Ein Journalist aus der Hauptstadt verbindet sein Schicksal mit dem des Milizchefs Lapschin und der Schauspielerin Natascha zu einem zeitweiligen Dreieck. Bei seiner schmutzigen Arbeit träumt Lapschin von einem blühenden Garten, in den sich das Leben einst verwandelt. Die Helden haben eine Utopie, aber ihr Gefühl für die Realitäten der Gegenwart ist unterentwickelt. Historisch genau blättert der Regisseur verschiedene Erinnerungsschichten auf und ermöglicht einen differenzierten Blick auf die 1930er Jahre, frei von der ideologischen Verklärung der Stalinzeit.

Erinnerung an eine Utopie