Zwei Männer und ein Schrank; F: FilmPolski
Zwei Männer und ein Schrank; F: FilmPolski

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Kurzfilme von Roman Polanski

In seinen in der Zeit zwischen 1957 und 1962 entstandenen, essayistisch wirkenden Kurzfilmen experimentiert Roman Polanski mit verschiedenen stilistischen Elementen, die allesamt auf seinen späteren Stil verweisen und sich vor allem durch den Hang zum Absurden und Befremdlichen auszeichnen. Polanski entwirft darin eine eigensinnige Bildsprache und Erzähltechnik, die weniger auf Worte als auf starke visuelle Ausdruckskraft setzt. Er entwickelt einen Katalog an Themen und Motiven, die auch sein späteres Werk dominieren: Voyeurismus, Angst, Horror, zwischenmenschliche Hierarchien und der Kampf isolierter Individuen gegen eine ihnen feindliche Umwelt. Letzteres spiegelt sich geradezu exemplarisch im preisgekrönten Film Zwei Männer und ein Schrank (PL 1958) wider, der noch heute zu den erfolgreichsten Kurzfilmproduktionen der Filmhochschule Lodz zählt, an der Polanski von 1954 bis 1959 Regie studierte.

PROGRAMM
Mord (Morderstwo) 1957, stumm, 1'26''
Zahnlächeln (Usmiech zebiczny) 1957, stumm, 1'52''
Abbruch des Tanzes (Rozbijemy zabawe) 1957, auch Darsteller, 5'43''
Zwei Männer und ein Schrank (Dwaj ludzie z szafa) 1958, auch Darsteller, 14'18''
Wenn Engel fallen (Gdy spadaja anioly) 1959, auch Darsteller, 20'48''
Die Lampe (Lampa) 1959, auch Darsteller, 7'22''
Der Dicke und der Dünne (Le gros et le maigre) 1961, auch Darsteller, 15'09''
Säugetiere (Ssaki) 1962, 10'22''

Zur Ausstellung: Roman Polanski - Regisseur und Schauspieler 02/11