Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Kieslowski-Kurzfilmprogramm

Das Gesicht Twarz
R: Piotr Studzisski, PL 1966, ohne Dialoge, 6’
Studentisches Übungsstück von Piotr Studzi?ski und erste schauspielerische Erfahrung des 25-jährigen Krzysztof Kie?lowski, der damals Student an der Filmhochschule in Lodz war: Der Regisseur spielt einen jungen Maler, der an einem Selbstporträt arbeitet. Der Film ist eine Studie seines Gesichts, in dem sich die stumme, künstlerische Anstrengung widerspiegelt.

Die Unterführung Przejscie podziemne
R: Krzysztof Kieslowski, D: Teresa Krzy?anowska, Andrzej Seweryn, Anna Jaraczówna, Zygmunt Maciejewski, Janusz Skalski, Wojciech Wiszniewski, PL 1973, OmE, 28’
In dem Fernsehfilm reist ein junger Lehrer aus der Provinz nach Warschau, wo er seine Frau, die ihn vor einiger Zeit verlassen hat, zufällig in einer Unterführung trifft. Doch zwischen den beiden kommen keine Gefühle mehr auf. Die Frau hat sich durch das Leben in der Großstadt verändert. Sie ist zynisch und gefühlskalt geworden.
Der Film handelt von einer Wertekrise sowie der Unmöglichkeit gegenseitigen Verstehens und wurde in semi-dokumentarischem Stil gedreht.

Erste Liebe
R: Krzysztof Kieslowski, PL 1974, Dok., OmE, 30’
Der Film begleitet ein junges Paar (17 und 18 Jahre alt) von der Geburt ihres Kindes an. Er schildert die Liebe der jungen Erwachsenen im kommunistischen Polen, wo nichts einfach ist und alles von der Verwaltungsbürokratie erkämpft werden muss. Nur die Liebe gibt ihnen Hoffnung.
Kieslowski hatte einen zweiten Teil über das Kind geplant, der "Ewa", "Ewunia" oder "Horoskop" heißen sollte. 2000 wurde er von Krzysztof Wierzbicki unter Verwendung des von Kieslowski bereits gedrehten Materials verwirklicht.

Vom Standpunkt eines Nachtwächters Z punktu widzenia nocnego portiera
R: Krzysztof Kieslowski, PL 1977, Dok., OmE, 15’
Das Porträt des Fabrikwächters Marian Osuch, eines Disziplinfanatikers, dessen oberstes Prinzip die totale Kontrolle über jeden und alles ist, ist einer der wenigen Filme Kieslowskis, in dem der Protagonist als eindeutig negative Figur angelegt ist. Eine Metapher für das totalitäre System.

Komplett Kieslowski