Hände hoch - oder ich schieße!

Foto: DEFA-Stiftung / H.Klein

Im Mittelpunkt dieser Komödie mit Anklängen an Slavomir Mrozeks Groteske »Die Polizei« (1958) steht der Kleinstadt-Polizist Holms, der unter einem recht außergewöhnlichen Problem leidet: Auf Grund der geringen Kriminalität hat er schlichtweg nichts zu tun. Vor lauter Langeweile in Schwermut verfallen, sucht er Hilfe bei einem Psychiater. In seinen Fantasien träumt er davon, Gangster durch London zu jagen. Schließlich finden ein paar Kleingauner einen Weg, um »ihrem« Volkspolizisten aus seiner seelischen Misere zu befreien: Sie stehlen ein Denkmal vom Marktplatz und verhelfen Holms damit zu einem spektakulären Fall.
Nach der nicht erfolgten Zulassung im Enstehungsjahr, kam die Komödie erst 2009 mit 43 Jahren Verspätung zu ihrer Premiere.

Die von Studierenden der Filmuniversität Babelsberg erarbeitete Ausstellung »Gestört Verhindert Zensiert« beleuchtet das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED des Jahres 1965 und die schwerwiegenden Konsequenzen, die es für das Kultur- und Filmschaffen in der DDR hatte. Mit dem Verbot von insgesamt zwölf Filmen war das DEFA-Spielfilmstudio am schwersten betroffen. Einige Regisseure hatten später keine Möglichkeit mehr, Spielfilme zu drehen oder ihre Projekte wurden besonders scharf überwacht. Die Spielfilmproduktion ging in den folgenden Jahren stark zurück, künstlerische Aufbrüche wurden jäh unterbrochen, es herrschten Einschüchterung und Diffamierung. Begleitend zur Ausstellung zeigt das Kino alle erhaltenen Spielfilme in zumeist neu restaurierten Fassungen.

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