Geliebt, vertrieben - erinnert.

Das Filmmuseum Potsdam würdigte in diesem Jahr mit einer Hommage im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg das Schaffen des Drehbuchautors und Regisseurs Emeric Pressburger.
Schon wenige Monate nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschloss der Ufa-Vorstand am 29. März 1933, einen Großteil ihres jüdischen Personals zu entlassen, das in den 1920er und frühen 1930er Jahren zur kreativen Blüte des Konzerns beigetragen hatte - Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Drehbuchautoren, Filmkomponisten, Schauspielerinnen und Schauspieler. Doch nicht alle konnten, wie Emeric Pressburger, im Exil weiterarbeiten und überlebten den Holocaust. Einige von ihnen wurden, wie Kurt Gerron, im KZ ermordet.
Das Filmmuseum erinnert mit einer digitalen Präsentation an die Biographien der entlassenen Filmschaffenden, prominenten wie heute vergessenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und lädt dazu ein, sich mit ihnen und ihrer Arbeit auseinanderzusetzen.
In Anwesenheit von Friedemann Beyer (Filmhistoriker und Kurator)

Termine

09 November 2017 | 18:00