Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Flags of Our Fathers

Als idealer Stützpunkt für den Angriff auf Japan galt den US-Militärs Ende des Zweiten Weltkrieges die kleine und unwirtliche Vulkaninsel Iwo Jima, 1000 Kilometer von Tokio entfernt. Doch der Versuch der amerikanischen Besetzung der Insel stieß auf erbitterten Widerstand. Insgesamt 28.000 Soldaten, zwei Drittel davon Japaner, fanden dabei den Tod.
Im ersten Teil seiner filmischen Auseinandersetzung mit dem Pazifikkrieg beschreibt Eastwood die Ereignisse aus Perspektive der amerikanischen Soldaten. Dabei vermittelt er einen Einblick in die Funktionsweise der amerikanischen Kriegsmaschinerie, die einmal in Gang gesetzt, keine Rücksicht auf Einzelschicksale nimmt und findet dafür beeindruckende Bilder. Als einer der GI’s beim Auslaufen der Flotte aus Übermut ins Wasser fällt, während die anderen Witze darüber machen, bedeutet dies sein Todesurteil: Keiner der Kreuzer wäre in der Lage zu stoppen. Später kontrastiert Eastwood die Bilder der erbitterten Schlacht um Iwo Jima mit dem absurden Zirkus einer Werbeveranstaltung für den Verkauf von Kriegsanleihen, zu der drei der Überlebenden der Schlacht abgeordnet werden.

Zum Antikriegstag