Erforschung historischer Farbfilmverfahren

Erforschung historischer Farbfilmverfahren

Seit November 2017 bestehtzwischen dem Filmmuseum Potsdam und den Forschungsprojekten ERC Advanced Grant FilmColors, SNF Filmfarben. Technologien, Kulturen, Institutionen und der Timeline of Historical Film Colors eine Digitalisierungskooperation.
Die 2013 an der Universität Zürich etablierten Forschungsprojekte befassen sich mit der Darstellung der historischen Entwicklung des Farbfilms seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, sowie deren technischen Vorläufern. Digitalisate einzelner Bilder (Frames), schriftliche Quellen und partielle Forschungsergebnisse werden auf der Seite der Projekte der Öffentlichkeit in Form eines datenbankgestützten Forschungstools zugänglich gemacht. Ziel dieser Datenbank ist es, anhand der Scans und Untersuchungen die Entwicklung der analogen Farbfilmverfahren zu dokumentieren und Erkenntnisse aufzubereiten. Um diese Datenbank zu erweitern, stellte das Filmmuseum den Forschungsprojekten ausgewählte Filme zur Verfügung, die mit dem Filmscanner des ERC-Forschungsprojektes durch Restaurator Martin Weiss gescannt wurden. Bei den Filmen handelte es sich um vier 16mm Filme aus den Amateurfilmbeständen des Filmmuseums, einen 16mm Film aus dem Nachlass des privaten freien Filmherstellers Horst Klein sowie einen 8mm Film von Günter Reisch von den Dreharbeiten seines Spielfilms "Maibowle" aus dem Jahr 1959.

Digitalisate der gescannten Filme befinden sich im Filmmuseum Potsdam und in Zürich. Repros einzelner Frames von vier der fünf gescannten Filmen sind auf der projekteigenen Timeline of Historical Film Colors abgebildet, wo sie für Forscher und anderweitig interessierte Besucher zur Verfügung stehen. Das Filmmuseum Potsdam reiht sich somit ein in die Riege zahlreicher internationaler Archive, wie dem Academy Film Archive, dem British Film Institute (BFI) oder dem EYE Filmmuseum, die ebenfalls mit den Forschungsprojekten kooperieren.

Ansprechpartner: Dennis Basaldella, Filmmuseum Potsdam, und Josephine Diecke (josephine.diecke@uzh.ch), Universität Zürich.