Die andere Seite der Hoffnung

Der junge Syrer Khaled, der auf der Flucht seine geliebte Schwester Miriam verloren hat, kommt nach Finnland und beantragt dort Asyl. Als man es ihm verwehrt, taucht er unter. Bei einer kleinen Prügelei lernt er den wortkargen Besitzer eines schäbigen Restaurants kennen. Auch von der exzentrischen Belegschaft wird er akzeptiert und geschützt. Khaled tut weiterhin alles, um seine Schwester wiederzufinden.
Aki Kaurismäki, der bei der diesjährigen Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet wurde, gelingt mit Die andere Seite der Hoffnung eine erstaunliche Gratwanderung. In der ihm eigenen Lakonie und ohne anzuklagen zeichnet er die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe auf und schildert Khaleds tragisches Schicksal gleichzeitig mit Humor und märchenhaften Zügen. Ein auch in der Schönheit seiner Bildsprache zutiefst berührendes Meisterwerk.

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