Die Trapp-Familie

Wolfgang Liebeneiners auf den Erinnerungen von Maria Augusta von Trapp basierende freie Verfilmung der Familiengeschichte war einer der erfolgreichsten deutschen Filme der 1950er Jahre - und diente als Vorlage für das Musical »The Sound of Music« von 1959.
Ruth Leuwerik spielt die beherzte und mutige Baronin, die sich auch für einfache Arbeiten nicht zu schade ist. Ihre Figur entsprach damit dem Ideal des Wirtschaftswunders. Auch in Europa und Südamerika ein Erfolg, soll Ernest Lehmann, der Drehbuchautor der Hollywood-Adaption von 1964, wiederum nicht von Liebeneiners Film überzeugt gewesen sein und sich für seine Arbeit mehr auf das Musical und Maria von Trapps Memoiren gestützt haben.

Termine

Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. In der Rückwärtschronologie der Reihe kommen wir in diesem Monat in den 1960er Jahren an. Auf dem Programm stehen »The Sound of Music« (1964) von Robert Wise und Wolfgang Liebeneiners »Die Trapp-Familie« (1956), die der US-amerikanischen vorausgegangene deutsche Verfilmung der Geschichte der berühmten »singenden Familie«.