Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Die Siedler am Arsch der Welt

Die Gemeinde Klein Jasedow im äußersten Nordosten Deutschlands schrumpfte durch Wegzug seit der Wende. Eine 16-köpfige Lebensgemeinschaft aus dem Süden des Landes wird darauf aufmerksam. Sie kaufen einige der Ruinen, entwickeln Projekte, neue Arbeitsplätze entstehen - der Ort erwacht wieder zum Leben. Doch mit dem Erfolg kommt Gegenwind auf. Die Leere trog, die Claims waren bereits abgesteckt: Die Agrar-Großindustrie hat den Landstrich fest im Griff. Ein Unfall beim flächendeckenden Pflanzengifteinsatz bringt im Herbst 2001 schlummernde Konflikte zur Explosion. "Die Siedler" finden sich plötzlich in einem Szenario, das an einen Western erinnert: aufgehetzter Mob, gesteuerte Provokation, Intrigen, aber auch überraschende Offenheit gegenüber dem "tapferen Existenzkampf der Zugereisten". Ein dokumentarischer Western im deutschen Osten.

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