Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Die Sammlung Podszuweit

Eine Neuerwerbung: Die Sammlung Podszuweit

Ein Zufall führte 1958 den Reprofotografen Reinhard Podszuweit in die Berliner Otto-Nuschke-Str. 32 (heute Jägerstr.) vor das Schild des VEB DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme. Auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung begegnete er hier dem Chefkameramann und späteren Regisseur Hans Dumke, der ihm kurzfristig zu einer Anstellung als Kameraassistent verhalf. Aus dem spontanen Entschluss wurde eine langjährige Tätigkeit, bis zum Jahr 1989. Podszuweit arbeitete für Regisseure wie Waldemar Ruge, Walter Roßkopf, Heinz Fischer oder Dumke, übernahm 1959 die Leitung der neuaufgebauten Bildstelle des Dokfilmstudios, richtete ein Fotolabor ein, führte Reproarbeiten durch, u.a. für Filme von Karl Gass und Winfried Junge.

Joris Ivens und Günter Klein, 1960, F: Podszuweit
1960 begann er seine fotografische Tätigkeit für das Dokumentarfilmfestival in Leipzig. Bis 1989 war Podszuweit mit seiner Kamera bei jedem Festival dabei, fotografierte in- und ausländische Gäste, Begegnungen am Rande ebenso wie offizielle Veranstaltungen. In gleicher Weise begleitete er von 1978 bis 1987 das Nationale Dokumentar- und Kurzfilmfestival Neubrandenburg.




Jane Fonda, 1974, F: Podszuweit
Im April 2013 konnte das Filmmuseum Potsdam Reinhard Podszuweits Fotosammlung mit etwa 25.000 Motiven der Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche erwerben und damit eine kleinen Bestand, der sich bereits in den Sammlungen des Hauses befand, umfassend ergänzen. Die Sammlung Podszuweit dokumentiert fast lückenlos die DDR-Periode eines der weltweit wichtigsten Dokumentarfilmfestivals. Das Material - zusammen mit den Fotos des Neubrandenburger Festivals und zahlreichen Dokumenten zu den Festivals - bildet eine wichtige Grundlage für die Filmgeschichtsforschung.