Der geheime Kurier
Le Rouge et le Noir
+ Empfang

Ein Film aus den Sammlungen der Cinémathèque de Toulouse

Ein Hauptwerk der französischen Literatur, eine deutsche Produktion, ein italienischer Regisseur, ein großer deutscher Star (Lil Dagover) in der Rolle der Madame de Rênal und als der ungestüme Julien Sorel ein internationaler Star mit russischen Wurzeln, Ivan Mosjoukine, den man in Frankreich mit Rudolph Valentino verglich. "Der geheime Kurier" ist ein komplett europäischer Film. Ein Film für ein großes Publikum, der sich Freiheiten gegenüber Stendhals Vorlage erlaubt und gleichzeitig die Möglichkeiten des Kinos der 1920er in vollem Maß ausschöpft. Mit überwältigenden Décors, besonders zur Geltung gebracht durch eine ausgearbeitete Lichtsetzung, und rhythmischen Verspieltheiten, inspiriert durch die Avantgarde. Der Sittenroman wird hier zum Abenteuerfilm. Oder zur Geschichte einer Frau, die blind ist vor Verlangen - nach einem Mann, der blind ist vor Ehrgeiz. (Franck Lubet, La Cinémathèque de Toulouse)
"Der geheime Kurier" wird im Rahmen des von der Robert Bosch Stiftung geförderten Austauschs mit der Cinémathèque de Toulouse gezeigt und stammt aus ihren Sammlungen. Im Gegenzug präsentiert das Filmmuseum Potsdam im Juni in Toulouse mit Andreas Dresens "Halbe Treppe" (D 2002) einen wichtigen deutschen Film und damit einen Ausschnitt seiner Arbeit - die Sammlung zu Andreas Dresen.

Termine

Stummfilm mit Livemusik / Gern gesehen 05/10