Der Junker und der Kommunist

Während Carl-Hans Graf von Hardenberg lange Zeit zur militärischen Führungsriege im dritten Reich gehörte, schloss sich der Kommunist Fritz Perlitz schon früh dem Widerstand gegen Hitler an. Kennen lernen sie sich im Konzentrationslager. Von Hardenberg, am gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler beteiligt und bei einem Selbstmordversuch schwer verwundet, lernt vom ebenfalls inhaftierten Perleberg wie man die Verhöre der Gestapo übersteht.
Der ergreifende Dokumentarfilm schildert die ungewöhnliche Freundschaft der beiden Männer und ihre unterschiedlichen Lebensläufe vor 1945 und danach in Ost und West. Während das brandenburgische Marxwalde nach der Wende wieder in Neuhardenberg umbenannt wird, die Familie Hardenberg das von den Kommunisten nach dem Krieg enteignete Schloss und Anwesen 1996 zurückerhalten und eine Stiftung das Andenken an von Hardenberg pflegt, verschwindet der Name Fritz Perlitz nach und nach aus der Öffentlichkeit. Der Film ist ein eindrucksvolles Beispiel für den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit vor dem Hintergrund jeweils aktueller politischer und gesellschaftlicher Konstellationen.

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