Der Dieb von Bagdad
Der Dieb von Bagdad

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Der Dieb von Bagdad

Douglas Fairbanks als Dieb von Bagdad ist Herr über die Basare der orientalischen Stadt. Für die schöne Tochter des Kalifen stürzt sich der freche, aber edle Dieb in die phantastischsten Abenteuer: Er reitet auf einem mechanischen Pferd, kämpft mit einer Riesenkrake und schwebt am Ende auf einem fliegenden Teppich in die Arme der Geliebten. Der Dieb von Bagdad ist ein Meisterwerk des amerikanischen Stummfilms, dessen Kombination aus immensen Schauwerten, halsbrecherischen Sensationen und virtuos eingesetzten Spezialeffekten bis heute begeistert. Douglas Fairbanks glänzt in seiner Paraderolle als ungeheuer beweglicher und selbst in größter Gefahr stets lächelnder Held: die kongeniale Verkörperung des »Amerikanischen Traums«.
Der Kritiker Herbert Ihering, dem die Popularität dieses Sunnyboys wohl etwas suspekt war, versuchte sich 1925 an einer Deutung des Phänomens: »Douglas Fairbanks ist nicht das, was man in Deutschland unter ?Schauspieler? versteht. Er ist der triumphierende Sportmensch; und deshalb der Liebling der Zeit. Er stellt naiv Posen des Helden, strahlend, unbedenklich. Er breitet die Arme aus, lacht, entblößt die Zähne, zaubert Armeen aus der Erde und siegt, siegt, siegt.« (Berliner Börsen-Courier, 21. Dezember 1925)

Als Vorfilm zeigen wir Khasana, das Tempelmädchen (R: Julius Pinschewer, Toni Raboldt, D 1923), einen Animationsfilm, der - wie »Der Dieb von Bagdad« - die Faszinationskraft des Orients mit der Ausbeutung exotistischer Klischees verbindet.
An der Welte-Kinoorgel: Peer Kleinschmidt


Stummfilm mit Livemusik