Denk bloß nicht, ich heule

Foto: Jörg Erkens / DEFA-Stiftung

Im Mittelpunkt des aufgrund seiner tiefgehenden Gesellschaftskritik umgehend verbotenen Films steht Peter Naumann, ein aufmüpfiger Weimarer Schüler, der wegen seines Aufsatzes mit »staatsfeindlichen« Äußerungen von der Schule geflogen ist. Nach dem Tod seines Vaters folgt Peter seiner Freundin Anne aufs Dorf und holt mit ihrer Hilfe den Schulstoff nach, um doch noch zur Prüfung zugelassen zu werden. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit Annes Vater, dem örtlichen LPG-Vorsitzenden und überzeugten Antifaschisten, scheint eine Verständigung nicht mehr möglich. Doch Peter gibt nicht auf. Er will Anne haben, und er will seinem Leben einen Sinn geben.

Begleitend zur Foyerausstellung zeigt das Kinozumeist neu restaurierte Fassungen aller erhaltenen Filme, die durch das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED im Jahr 1965 verboten wurden. Die Ausstellung, die von Bachelor-Studierenden der Filmuniversität Babelsberg erarbeitet wurde, beruht auf Recherchen in den Sammlungen des Filmmuseums und weiterer Archive.

Einführung: Dr. Günter Agde (Filmhistoriker) mit Präsentation von Tondokumenten

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