Das weiße Band

Ein norddeutsches Dorf am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Seltsame Unfälle lassen das feudale Gefüge erzittern. Der junge, freigeistige Dorflehrer stellt Nachforschungen an. Gutsherr, Pfarrer, Verwaltungsbeamter, Hebamme, Arzt, Bauer, Schulkinder, sie alle scheinen verwickelt. Doch je mehr Blicke hinter die Türen und Pforten gewährt werden, desto weniger bedeuten die einzelnen Ereignisse noch. Aus der aus patriarchalen Geboten und ritualisierten Disziplinierungen geformten Gewaltspirale scheint ohnehin kein Entrinnen. Mit scharfgezeichneten, schwarz-weißen Bildern inszeniert Michael Haneke seinen ersten historischen Film, ihm gelingt dabei ein ungeheueres Psychogramm einer für totalitäre Ordnungen anfälligen Generation. Das Ensemble um Ulrich Tukur, Burghart Klaußner, Birgit Minichmayr steht einer präzise besetzten Komparsenschaft voran, deren Gesichter man so schnell nicht vergisst.

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Die Schauspielerin Birgit Minichmayr