Das große Fressen
Das große Fressen

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Das große Fressen
La grande bouffe

Eine großbürgerliche Herrenrunde gibt sich Völlerei und Trunksucht hin. Sahnetorten und Puterkeulen werden mit Champagnerfluten in die Mägen gespült. Hohes Ziel der unappetitlichen Orgie ist der kollektive Selbstmord.
Regisseur Marco Ferreri inszenierte drastische Tabubrüche, die den Sehgewohnheiten seiner Zeit zuwiderliefen. Seine Filme setzen sich mit den Abgründen der modernen Gesellschaft auseinander: Es wird gerülpst, gefurzt, in den eigenen Exkrementen gestorben. ‚Das große Fressen‘ ist ein Vanitas-Gemälde wie es im Kino seitdem nicht wieder zu sehen war. Profunde Verzweiflung als Kehrseite der allgemeinen Genusssucht … (Kulturspiegel)

Kitchen Stories 7/12