Bridge of Spies - Der Unterhändler

1957, McCarthy-Ära, Kalter Krieg. Der Anwalt James Donovan, bislang auschließlich mit Versicherungsfällen betraut, übernimmt die Verteidigung des sowjetischen Spions Rudolf Abel. Ein Job den die amerikanische Öffentlichkeit als Landesverrat ansieht und Donovan in Verruf bringt. Bald schon erhält der überzeugungskräftige Donovan aber eine weitere Mission: Er soll in Ostberlin die Freilassung eines von der Sowjetunion festgehaltenen US-Piloten aushandeln.
Mit Reminiszenzen an das Genre des klassischen Agentenfilms erzählt Steven Spielberg den paradigmatischen Geheimdienstfall nach. Nicht nur der als Western-Showdown inszenierte Agentenaustausch auf der Glienicker Brücke sorgt für eine Prise schwarzen Humor, für die die Coen-Brüder als Koautoren verantwortlich sind.

Anlässlich der Aufführung von »Bridge of Spies - Der Unterhändler« blicken wir auf eine Reihe von Agentenfilmen aus der heißen Phase des Kalten Krieges zurück. Das Genre erlebte nach dem Mauerbau eine Hochkonjunktur. Mit den Mitteln des Supense- und Action-Kinos kreierten Filmteams im Osten wie im Westen ihre Geheimdienst-Helden und entwarfen ideologisch gefärbte Bilder des politischen Feindes. Vielen der Filme ist gemeinsam, dass sie in Berlin (und Potsdam) spielen und auch dort gedreht worden sind.
Während der Laufzeit der Filmreihe sind im Museumsfoyer Originalrequisiten aus »Bridge of Spies« zu sehen. Wir drücken Steven Spielberg und dem Studio Babelsberg die Daumen, dass den Oscar-Nominierungen (u.a. für das Production Design) Auszeichnungen folgen!

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