Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

» Kino

Bahnhof für Zwei
Woksal dlja Dwoich

Ein Gegenwartsmärchen über die verspätete Liebe einer Bahnhofkellnerin und eines durchreisenden Musikers: Er reist gezwungenermaßen, weil er eine Lagerhaft antreten muss. Die einsame, hart gewordene Frau regiert im heruntergekommenen Bahnhofsrestaurant, ihrem Reich, in dem sie nach Gutdünken schaltet und waltet. So demütigt und verhöhnt sie den unbeholfenen Gast, dem auch noch Geld und Papiere geklaut wurden. Aber irgendwann glimmt ein Funke und aus Sympathie wird allmählich Liebe, die sich diesen so ungleichen Menschen wie ein kostbares Geschenk offenbart. Rjasanows satirische Gabe schützt die warmherzige Komödie vor falschen Idealisierungen. Mit Ljudmila Gurtschenko und Oleg Basilaschwili hat er sie glänzend besetzt. Als charmanter, zynischer Schlafwagenschaffner und Schieber agiert Regisseur Nikita Michalkow höchstpersönlich. "Bahnhof für Zwei" war bei Zuschauern und Kritikern der beliebteste Film seiner Zeit.

Erinnerung an eine Utopie