Andrej Rubljow
Andrej Rubljow

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Andrej Rubljow

Unvergessliche Eingangsszene: Ein Mensch versucht zu fliegen. Unvergessliche Schlussszene: Ein Junge versucht, unter Todesgefahr eine riesige Glocke zu gießen. Der Ikonenmaler und Mönch Andrej Rubljow zieht durch Russland, erlebt den Einfall der Tataren, religiöse Orgien, die Not der gequälten Mitmenschen. An ihm nagt die Schmach des Künstlers, der den Sinn seines Tuns kaum noch zu finden vermag. Das Filmgenie Andrej Tarkowskij umkreist in seinem Großwerk zum russischen Mittelalter zentrale Sinnfragen: Was ist der Mensch? Woran kann er glauben? Was soll Kunst? In mächtigen Tableaus entwirft er das Bild einer kargen, gewalttätigen Welt. Ein größerer Gegensatz zu den heute üblichen Mittelalterfilmen ist kaum vorstellbar, denn Tarkowskij öffnet in sehr langen Einstellungen einen Bild- und Reflexionsraum, der Zeit zum Schauen, Fühlen und Denken lässt.

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