Aelita
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Aelita

Zum Vorlesungsangebot des Instituts für Slavistik der Universität Potsdam gehört im Sommersemester eine Filmreihe im Filmmuseum Potsdam, die sich mit frühen in der Sowjetunion entstandenen Filmen beschäftigt. Die künstlerische Avantgarde in Russland erneuerte kraftvoll alle Bereiche der Kunst. Besonders der Film öffnete sich für neue formale und inhaltliche Spielarten. Die ausgewählten Filme haben die Gemeinsamkeit, dass sie sich mit dem Thema Revolution auseinandersetzen - sowohl als historisches als auch ästhetisches Ereignis. Die Filme werden in Kurzvorträgen eingeführt.
Den Auftakt bildet der Film Aelita (R: Jakow Protasanow, UdSSR 1924), in dem der Ingenieur Los als Gesandter der Menschen mit einer Raumkapsel zum Mars fliegt und erstmals Kontakt mit einer außerirdischen Gesellschaft aufnimmt. Los trifft auf eine streng hierarchisch gegliederte Gesellschaft, die - ebenso wie Königin Aelita selbst - unter ihrem despotischen König leidet. In Ausstattung und Dekor bezog sich der Film auf die Malerei des Suprematismus und wirkte wegweisend für das Science-Fiction-Genre.

Sowjetische Filmavantgarde 5/12