Ware für Katalonien

Ende der 1950er Jahre hat die Optik-Herstellung in der DDR eine Spitzenqualität erreicht, die auch im Westen Begehrlichkeiten weckt. Als es im Inland plötzlich zu einer wachsenden Nachfrage kommt, während gleichzeitig der Export nach Südamerika stark abnimmt, wird die Volkspolizei aufmerksam. Zwei scheinbar unzusammenhängende Fälle dienen Unterleutnant Schellenberg vom Dezernat für Optikverschiebung als Ausgangspunkt für seine Ermittlungen: eine alte Frau, die in der Berliner S-Bahn festgenommen wird, weil sie ein Fernglas nach Westberlin schmuggeln wollte, und ein Toter in einer Laubenkolonie, der einen undurchsichtigen Handel mit optischen Geräten betrieben hat.
Der DEFA-Kriminalfilm entstand auf Anregung des Innenministeriums der DDR und beruht auf wahren Begebenheiten. Unter anderem in Ostberlin gedreht, fand die Premiere am 6. März 1959 im Leipziger Kino Capitol seine Premiere und kam am 13. März 1959 in die Kinos der DDR.
Vorprogramm: Kurzfilm und Trailer
Videoeinführung: Ralf Schenk (Filmhistoriker)


Dates

05 November 2021 | 19:30

125 Jahre Kino - Vom Wintergarten zum Multiplex

Nach dem Zweiten Weltkrieg boomt das Kino in Ost und West, alte Filmpaläste werden wiedereröffnet, neue entstehen. Ralf Schenk, Autor und Filmhistoriker, berichtet in einer Videoeinführung vom Kinobesuch in den 1950ern in Ost-Deutschland. Danach sind der Kriminalspielfilm »Ware für Katalonien« und ein historisches Vorprogramm zu sehen.»125 Jahre Kino« ist eine Veranstaltungdes Filmmuseums Potsdam. Mit freundlicher Unterstützung desMinisteriums für Wirtschaft, Arbeit undEnergie des Landes Brandenburg,der Landeshauptstadt Potsdam, desBrandenburgischen Zentrums fürMedienwissenschaften (ZeM) und derStiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst.