Varieté

Zu Unrecht ist Varieté, ein Drama um Verführung und sexuelles Begehren, Eifersucht und Totschlag, heute weniger bekannt als beispielsweise »Nosferatu« oder »Metropolis«. Dabei packtEwald André Duponts Film, angesiedelt an der Schwelle zwischen Expressionismus und neusachlichem Realismus, durch die Virtuosität einer vollkommen »entfesselten Kamera«, die uns aus subjektiver Sicht die innere Zerrissenheit des von Emil Jannings ungeheuer intensiv gespielten Hochseilartisten Huller vor Augen führt. Für eine junge Frau verlässt Huller seine Familie und steigt mit der neuen Partnerin zum umjubelten Star der Varieté-Theater auf. Ihr Salto mortale begeistert das Publikum, doch als Eifersucht und Misstrauen die Beziehung vergiften, entwickelt sich ihr Hochseilakt zu einem lebensgefährlichen Thriller.
An der Welte-Kinoorgel: Stephan von Bothmer
Videoeinführung: Nina Goslar (ZDF/arte)
Vorprogramm: Jonglage und Kurzfilme

Dates

01 Oktober 2021 | 19:00

125 Jahre Kino - Vom Wintergarten zum Multiplex

Am 1. November 1895 führten die Brüder Skladanowsky im Berliner Varieté Wintergarten »lebende Photographien« vor. Es war die Geburtsstunde des Kinos in Deutschland. Mit einer Film- und Veranstaltungsreihe feiern wir 125 Jahre Kino und zeigen, wie sich die Aufführungspraxis über die Dekaden verändert hat. Vom Varieté zum Multiplex spielen wir durch, wie das Kinoerlebnis dort ausgesehen haben kann.Im Oktober widmen wir uns den 1920er Jahren: In dieser Zeit etablieren sich lange Spielfilme als Hauptattraktion in immer größeren, eigens für die Filmvorführung gebauten Häusern.

»125 Jahre Kino« ist eine Veranstaltung des Filmmuseums Potsdam mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, der Landeshauptstadt Potsdam, des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften (ZeM) und der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst.