Präsentation mit Kurzfilmprogramm

Seit der Antike werden Fahnenflüchtige bestraft. Die Sanktionen reichten von körperlicher Züchtigung bis hin zur Todesstrafe. Über das Schicksal von Deserteuren im Zweiten Weltkrieg ist mittlerweile relativ viel bekannt. Doch warum verließen Soldaten in den vergangenen Jahrhunderten ihre Truppe? Fehlende Aufzeichnungen und später der Blick aus juristischer Sicht verstellen den realen Zugang; viele Gründe können nur vermutet werden: bessere Bedingungen in der gegnerischen Armee, Angst vor dem Tod, Sehnsucht nach der Heimat, ausbleibender Sold ... Und was bedeutete es für die Helfenden, wenn die geplante Desertation fehl schlug? Wer profitierte von einer gescheiterten Flucht? Diesen Fragen soll ein Ausstellungsprojekt am Beispiel Potsdams und weiteren brandenburgischen Orten nachgehen. Die Ethnologin Jeanette Toussaint stellt erste Rechercheergebnisse vor und präsentiert drei Kurzfilme, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema nähern.

Kurzfilmprogramm:

Der Deserteur (Tonbild)

Déserteur (Animationsfilm)

Josefs Brüder (Kurzspielfilm)


In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam e.V. Gefördert durch die Landeshauptstadt Potsdam, und die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung

Termine

Zum Ausstellungsprojekt: Fahnenflucht in Potsdam (1713-1918)