Marie-Louise

Das für die Praesens-Film AG gedrehte Drama erzählt von der kleinen Marie-Louise, die 1943 mit anderen französischen Kindern durch die Kinderhilfe des Roten Kreuzes in die Schweiz kommt. Weil sie nicht wie geplant abgeholt wird, nimmt die Rotkreuzhelferin Heidi Rüegg Marie-Louise mit nach Hause. Fabrikdirektor Rüegg missbilligt die Entscheidung seiner Tochter erst, schließt das Mädchen aber bald ins Herz.
Ohne Pathos und Sentimentalität stellt der weltweit erfolgreiche Film die Schweiz als Ersatzheimat für Kriegskinder und Flüchtlinge dar und sorgte, wie auch weitere Produktionen der Praesens-Film mit humanistisch-kosmopolitischen Stoffen, dafür, dass die Schweiz bei Kriegsende als Filmland international bekannt war.

Termine

27 Juli 2018 | 19:00

Schweizer Macherinnen - Frauen vor und hinter der Kamera

Seit den 2000ern tragen prämierte und publikumswirksame Filme von Frauen zu einem neuen Auf- und Umbruch im Schweizer Filmschaffen bei und sorgen nicht nur in der Eidgenossenschaft für einen Hype. Das Filmmuseum Potsdam gibt in den Sommermonaten mit einer kleinen Filmreihe einen Einblick in die Filmkultur und -geschichte der Schweiz. Die älteste heute noch bestehende Schweizer Filmgesellschaft, die 1924 gegründete Praesens-Film AG, trug maßgeblich zur Blütezeit des Schweizer Kinos während der 1930er und 40er Jahre bei und verschaffte ihm internationale Geltung. Erneuerung erfuhr das Filmschaffen in der Schweiz besonders mit den nach 1960 entstandenen unabhängigen Filmen der Protagonist*innen des neuen Schweizer Films, die sich betont von den Produktionen der Praesens distanzierten. So spannt diese Filmreihe einen historischen Bogen von der Stummfilmzeit bis in die 2010er Jahre und stellt dabei Arbeiten von Filmemacherinnen sowie Filme über Frauen in der Schweiz in den Vordergrund.