40 Jahre Filmmuseum Potsdam

In diesem Jahr blickt das Filmmuseum Potsdam auf die eigene, vierzigjährige Geschichte zurück

Als Filmmuseum der DDR wurde es 1981 im eigens dafür restaurierten
Marstall teileröffnet; der Kino- und Ausstellungsbetrieb wurde anschließend mehrfach durch bauliche Veränderungen und technische Nachrüstungen erweitert und modernisiert. Mittlerweile ist das Filmmuseum Teil des historischen Bauensembles im Zentrum der Stadt, vis-à-vis vom wiederaufgebauten Stadtschloss und in Nachbarschaft mehrerer Museen und Wissenschafts-einrichtungen.
Mit seinen Ausstellungen - vier Dauerausstellungen zur Filmgeschichte in Babelsberg, 127 Sonderschauen zu nationalen und internationalen Themen, 80 Foyerausstellungen und seinem hochrangigen Kinoprogramm mit internationalen Gästen sowie Teilnehmer*innen aus Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen, die die Medienbildungsangebote nutzten, zog das Haus regional, national und überregional über drei Mill. Besucher*innen an. Dazu kommen 3 Millionen Besucher*innen, die die Familienschauen zum Sandmann, zur Sendung mit der Maus und Die Digedags auf ihren Reisen durch die Republik erzielten.
Mit gleich zwei Jubiläumsausstellungen - im Foyer des Marstalls und digital auf der Website - lässt das Haus die zentralen Ereignisse Revue passieren.

Foyerausstellung

Die Schau erzählt von der ersten Filmtechnikausstellung, mit der 1981 eröffnet wurde, von der Schnelligkeit, mit der das Museum ab den 90erJahren wuchs, als man aus den Studios der aufgelösten DEFA Objekte und Dokumente für die Sammlung barg. Erinnert wird an die Euphorie mit der man damals viel Publikum und internationale Gäste anzog, mit streitbaren Ausstellungen ebenso wie mit den ersten Familienausstellungen. Auch institutionelle Veränderungen werden erläutert, die wichtigste: der Anschluss an die Filmuniversität Babelsberg 2011. Außerdem geht es um
die unmittelbare Zukunft, etwa den im Entstehen begriffene Archivneubau mit öffentlich zugänglichem Schaudepot, den die ständig wachsenden Sammlungen bald am Medienstandort Babelsberg beziehen. Präsentiert werden Plakate, Erinnerungsstücke und eine Auswahl von Dokumenten. (Kuratorin: Dorett Molitor)

Virtuelle Ausstellung

In kurzen Videoporträts sprechen aktuelle und ehemalige Mitarbeiter*innen über ihre persönlichen Werdegänge, Projekte und Arbeitsbereiche. Sie teilen ganz besondere Erinnerungen an ihre Zeit am Filmmuseum Potsdam und sprechen über ihre Vision für die Zukunft der verschiedenen Bereiche Ausstellungen, Kino, Sammlung und Vermittlung.
Die Erzählstränge werden von digitalen Exponaten wie Ausstellungsplakaten, Objektfotografien, Videos, Aufnahmen von Veranstaltungen sowie Ansichten des Gebäudes ergänzt.
Das Filmmuseum Potsdam sucht für die virtuelle Ausstellung nach Zeitzeug*innen, die das Museum über die Jahrzehnte besucht und begleitet haben. Alte Flyer, Eintrittskarten, Bilder oder andere Erinnerungsstücke an die Geschichte des Filmmuseums Potsdam oder eine persönliche Erinnerung an das Haus - die schönsten Einsendungen werden im Blog der virtuellen Ausstellung veröffentlicht! (Kuratorin: Elena Baumeister)

Wunschfilmreihe

Zum Gelingen des Filmmuseums Potsdam tragen Mitarbeitende in den Abteilungen Ausstellung, Sammlungen und Kino, Medienbildung, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, in der Verwaltung, Haustechniker, Besucherbetreuer*innen, an der Museumskasse und in der Direktion bei. Viele von ihnen präsentieren in den nächsten Monaten ihre ganz persönlichen Wunschfilme - hier im kino2online und bald auch wieder im hauseigenen Kinosaal in der Potsdamer Innenstadt.

Die Ausstellungen konnten dank der Förderung der Landeshauptstadt Potsdam realisiert werden. Der rbb unterstützt das Jubiläumsprojekt als Medienpartner.

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