Die freudlose Gasse

Freudlose Gasse

Wien 1921, es herrscht Inflation. In der Melchiorgasse treffen Elend und Luxus, Verlierer und Gewinner, Prostituierte und Geschäftemacher aufeinander. Grete Rumfort, gespielt von der damals 20-jährigen Greta Garbo, muss Geld beschaffen, um Vater und Schwester zu ernähren, aber der Modistin, die nebenher einen Klub betreibt und die Grete mit einem Freier verkuppeln möchte, läuft sie davon.
Den mit weiteren Stars besetzen Publikumserfolg ordnet der Filmhistoriker Klaus Kreimeier als expressionistischen Straßenfilm der Weimarer Republik« ein, dem eine »entscheidende realistische Dimension« hinzugefügt wird. Der damals politisch brisante, stark zensierte Stummfilm wird in der 1997 unter Federführung des Filmmuseums München rekonstruierten Fassung gezeigt.
An der Welte-Kinoorgel: Peer Kleinschmidt

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Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird die Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie immens wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. Mit Jean-Luc-Godards »Die Verachtung« kommt die Rückschau in den 1960ern an. Zusammen mit Godards Hommage an Fritz Lang ist dessen ausgewiesenes Meisterwerk »M - Eine Stadt sucht einen Mörder« zu sehen. Von der französischen Filmzeitschrift »Cahiers du Cinéma«, zu deren Redaktionsteam Godard in den 1950ern gehörte, wurde »M« 2008 in die Liste der 100 besten Filme aller Zeiten aufgenommen.