Die Garnisonkirche - Protokoll einer Zerstörung

Mit vier Gegenstimmen beschloss die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung 1968 die Sprengung der Ruine einer der bedeutendsten Barockkirchen Deutschlands. Die »Mauern des preußischen Militarismus« und die Erinnerungen an den »Tag von Potsdam« sollten abgetragen werden. Auch auf höchster Ebene fiel die Entscheidung zur Sprengung. Bei einem Besuch Walter Ulbrichts in der Stadt wurde die Umgestaltung der Potsdamer Mitte zugunsten eines zukunftsorientierten Stadtbildes auf den Weg gebracht.
Der Dokumentarist Kurt Tetzlaff interviewte kurz nach dem Ende der DDR (und Jahre vor dem Streit um einen Kirchenneubau) die Zeitzeugen von damals - Befürworter wie Gegner - und fragte nach den Hintergründen der Entscheidung zum Abriss. Mithilfe seltener Farbaufnahmen aus dem Vorkriegs-Potsdam führt Kurt Tetzlaffs Film auch vor Augen, welcher Verlust der Stadt zugefügt wurde.

Wir gratulieren dem in Potsdam lebenden Dokumentarfilmregisseur herzlich zum 85. Geburtstag!
In Anwesenheit von Kurt Tetzlaff

Laudatio: Ulrich Kling (ehem. Leiter der Atelierbetriebe im Studio Babelsberg)

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