Der Ort, die Zeit, der Tod

Martha Lehmann

Peter Voigt (1933-2015) war Regieassistent bei Bertolt Brecht und am Berliner Ensemble, später im DEFA-Studio für Trickfilme. Er arbeitete lange im Studio Heynowski & Scheumann und im DEFA-Dokumentarfilmstudio, nach 1991 freischaffend. Dabei entwickelte Peter Voigt eine ganz besondere Bildsprache, vor allem durch Tricktechnik und die Montage von Fotos und Texten im Film. Auf verblüffende Art verband er Biografisches und Zeitgeschichte, arbeitete Krieg und Nachkriegszeit im Film auf. Über seine Arbeit, seine Bildsprache und Filmtheorie hat Peter Voigt selbst zahlreiche, eigenwillige Texte verfasst. Diese sind ab sofort durch ein von dem Filmhistoriker Günter Agde im Verlag Neues Leben herausgegebenes Buch zugänglich.
Ursula von Keitz (Filmmuseum Potsdam) im Gespräch mit Autor Günter Agde

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Die Staatssicherheit der DDR hat in Film und Fernsehen Konjunktur. Nicht erst seit dem Publikumserfolg von »Das Leben der Anderen« (2006) nimmt die Darstellung des ostdeutschen Geheimdienstes in filmischen Erzählungen über die DDR eine zentrale Stellung ein. Welche inhaltlichen Schwerpunkte transportieren die Filme? Wie wirken sich diese auf die Darstellung der DDR-Geschichte aus? Welche Themen bleiben ausgespart? Mit welchen visuellen Mitteln wird die Staatssicherheit in Szene gesetzt? Diese und weitere Fragen werden im Buch »Bilder der Allmacht. Die Staatssicherheit in Film und Fernsehen« detailliert untersucht. Dabei wird der Bogen auch zurück in die Zeit vor 1989/90 gespannt, um die gegenwärtigen Bilder der Staatssicherheit mit den Selbst- und Fremddarstellungen aus der Zeit des Kalten Krieges zu vergleichen.Buchvorstellung mit dem Herausgeber Andreas Kötzing