Das Wachsfigurenkabinett

Das Wachsfigurenkabinett

Ein junger, namenloser Dichter wird vom Besitzer eines Wachsfigurenkabinetts beauftragt, Geschichten über seine drei eindrücklichsten Exponate zu verfassen. Der Kalif von Bagdad Harun ar-Raschid, Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper bedrohen in den folgenden drei Episoden den träumenden Dichter, der sich jeweils als Held seiner eigenen Geschichten imaginiert - an seiner Seite die hübsche Tochter des Panoptikumsbesitzers.
Der starbesetzte Stummfilm, für den Paul Leni auch die Bauten gestaltete, ist stark vom filmischen Expressionismus inspiriert, »den er zugleich zur Vollendung führte. Künstlerisch abstrahierte Kulissen, fantastische Kostüme, kameratechnische Extravaganzen und ein bewusst outriertes Spiel der drei Hauptdarsteller Emil Jannings, Conrad Veidt und Werner Krauß - all das zusammen ließ Das Wachsfigurenkabinett zu einer Sternstunde des Weimarer Stummfilmkinos zwischen Kunsterlebnis und Jahrmarktsvergnügen werden.« (Berlinale Katalog)
Universal-Boss Carl Laemmle hatte Paul Leni bei einer Deutschlandreise entdeckt und unter Vertrag genommen. So wurde Lenis bis heute bekanntestes Werk »Das Wachsfigurenkabinett« seine letzte Regiearbeit in Deutschland, bevor er 1926 nach Hollywood wechselte.

Gezeigt wird die digital restaurierte Fassung des Films, die in diesem Jahr bei der 70. Berlinale im Rahmen der Berlinale Classics vorgestellt wurde.

Livemusik: Trio Transformer

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Stummfilm mit Livemusik