Ausstellung Plakativ. Filmwerbung und Propaganda in Demokratie und Diktatur

Am Beispiel der Filmwerbung und ihrer vielfältigen Gestaltungsformen wirft die Ausstellung neues Licht auf jenen Teil der deutschen Filmgeschichte, der mit der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Im Zentrum steht die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur: Filmpolitik und Werbung werden hier parallel gesetzt mit einer ideologischen Radikalisierung, die bereits 1933 im Ausschluss von Juden aus der deutschen Filmindustrie erkennbar ist und während des Zweiten Weltkriegs in den Holocaust mündete.Neben Plakaten zu Kriegs- und Propagandafilmen, Melodramen und Biografien heroischer Männer sind rare Plakate für deutsche Filme aus Belgien, Frankreich, Finnland und Schweden zu sehen.Gerahmt wird dieser Schwerpunkt auf der NS-Zeit durch Plakate aus den Krisenjahren der Weimarer Republik und einen Ausblick auf die frühen Nachkriegsjahre, in denen die Weichen für eine geteilte Filmgeschichte in Ost und West gestellt wurden. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt aus der Sammlung von William Gillespie (Sydney, Australien).

Performance von ArtChurch.Me

Mit dabei: DJ Greg Dhilla, die Theatergruppe Tarantulá und das Czentrifuga Siebdruckkollektiv,
Getränke an der »Beicht-Bar«
Eintritt frei

Zu neuen Ufern

R: Detlef Sierck
D: Zarah Leander, Willy Birgel, Viktor Staal
D 1937, 102′

Workshop »Filmgeschichte kontrovers: Morgenrot«

Leitung: Prof. Dr. Ursula von Keitz (Filmmuseum Potsdam)

Morgenrot

R: Gustav Ucicky
D: Rudolf Forster, Adele Sandrock, Fritz Genschow
D 1932, 85′

GPU

R: Karl Ritter
D: Laura Solari, Andrews Engelmann, Marina von Ditmar
D 1942, 99′
Einführung: Dr. Philipp Stiasny (Filmmuseum Potsdam)

Workshop: Think Big! - Ganz große Kinoplakate malen

Dauer: bis 16 Uhr
Workshop mit Kinoplakatmaler Karsten Wenzel
Unkostenbeitrag: 10,- Euro pro Tag / 30,- Euro pro Woche
(Preise inkl. Snack und Getränke)

Workshop: Hängen geblieben? - Plakate sehen, verstehen, gestalten

Dauer: bis 15 Uhr
Workshop mit Grafikerin Gesine Thränhardt
Unkostenbeitrag: 10,- Euro pro Tag / 30,- Euro pro Woche
(Preise inkl. Snack und Getränke)

Auf Wiedersehen, Franziska

R: Helmut Käutner
D: Marianne Hoppe, Hans Söhnker, Fritz Odema
D 1941, 103′

Die Mörder sind unter uns

R: Wolfgang Staudte
D: Hildegard Knef, Ernst Wilhelm Borchert, Arno Paulsen
SBZ 1946, 91′