Abschied von Agnes

Ost-Berlin, Anfang der 1990er Jahre. Ein arbeitsloser Wissenschaftler trauert um seine verstorbene Frau und versucht, ein Buch zu schreiben. Unvermittelt bricht in seinen Alltag ein von den Medien gehetzter Mann ein, der um Unterkunft bittet. Als sich herausstellt, dass dieser verblüffend genau über das Leben seines Gastgebers Bescheid weiß, kehrt sich das Verhältnis der Männer in ein absurdes Abhängigkeitsverhältnis um. In einem letzten Aufbegehren gelingt es dem Wissenschaftler, sich davon zu befreien.
Einführung: Claus Löser (Filmhistoriker)
In Anwesenheit der Produent*innen Andrea Wohlfeil und Tony Loeser

In Kooperation mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Dates

ZEITSCHNITT Umbrüche - Aufbrüche

Die aktuelle Ausgabe der Reihe »Zeitschnitt« nimmt die Ereignisse von 1989 mittels wenig beachteter filmischer Zeugnisse der 1990er Jahrein den Blick. In ihnen spiegeln sich wichtige Erfahrungen der Umbruchzeit, die bis heute nachwirken. Die eben noch aktuellen Erlebnisse in der Diktatur und die nachfolgende Euphorie angesichts ihrer Überwindung wurden überlagert von ganz neuen Lebensrealitäten, auch von Anpassungszwängen. Das Alte war noch präsent, das Neue noch nicht vergegenwärtigt.
Eine Veranstaltungsreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Koopertaion mit dem Filmmuseum Potsdam