125 Jahre Kino

Am 1. November 1895 führten die Brüder Skladanowsky im Berliner Varieté Wintergarten »lebende Photographien« vor. Die Geburtsstunde des Kinos in Deutschland. Mit der Film- und Veranstaltungsreihe »125 Jahre Kino - Vom Wintergarten zum Multiplex« feiern wir den 125. Geburtstag des Kinos und zeigen, wie sich die Aufführungspraxis über die Dekaden verändert hat. Vom Varieté zum Multiplex - über Jahrmarktkinos, Ladenkinos, Stummfilmpaläste, Kinos der 1950er, Freilicht- und Schachtelkinos - spielen wir durch, wie das Kinoerlebnis dort ausgesehen haben kann. Ein Annäherungsversuch an die Geschichte des gerade in seinen Anfängen äußerst vielgestaltigen Erlebnisortes Kino.
Die gleichzeitige Foyerausstellung »Vom Biophon zum Biomarkt. 111 Jahre Kino in Potsdam« lädt zur Entdeckungsreise durch die Kino- und Stadtgeschichte Potsdams ein. 1909 eröffneten in der Innenstadt und in Babelsberg die ersten ortsfesten Kinos. Innerhalb kürzester Zeit folgten viele weitere. Gaststätten und Tanzsäle wurden zu Kinematographen-Theatern umgebaut, und selbst im Palast Barberini waren Filme zu sehen. Wie sahen die Kinos damals aus und wo lagen sie? Vom Biophon-Theater von 1909 über die Kinokultur in der DDR mit Sommerfilmtagen und Jugendfilmclubs bis zum Multiplexkino UCI in den Bahnhofspassagen und der Umwandlung des Kinos Charlott in einen Biomarkt schlägt die Ausstellung einen weiten Bogen in die Gegenwart.
Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, der Landeshauptstadt Potsdam, des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften (ZeM) und der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst.


Feierliche Eröffnung »125 Jahre Kino«

Wintergartenprogramm R: Max Skladanowsky, D 1895, 8'
Am Klavier: Ekkehard Wölk
Vortrag: Chris van Uffelen (Architekturhistoriker)
Anschließend: Ausstellungsbesuch und Umtrunk

Die Gebrüder Skladanowsky

R: Wim Wenders, Studierende der HFF München
D: Otto Kuhnle, Udo Kier, Nadine Büttner
D 1996, 76′