Drei Mannequins, die coole Schatze, die kurzsichtige Pola und die etwas biedere Loco beziehen eine teure Wohnung am Sutton Place in New York. Nur dort könne man sich reiche Männer angeln. Wie bereits in »Blondinen bevorzugt« stellt auch diese spritzige Komödie, die zudem eindrucksvolle Landschaftsbilder und New Yorker Stadtansichten liefert, eine solidarische Frauenfreundschaft in den Mittelpunkt: »Sie helfen sich, soweit es irgend geht (es ist fast das letzte Mal, dass eine von Marilyns Figuren überhaupt eine Freundin hat).« Außerdem schreibt Jenni Zylka: »Marilyn zeigt ein fantastisches Komödien-Timing und überzeugende Körperbeherrschung - ihr kurzsichtiger Charakter rennt, im wahrsten Wortsinn >running gag, ständig gegen Türen und Wände oder folgt den falschen Menschen.«
#MarginalieFilmreihe im Juli und August#HauptspalteAm 1.Juni wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden. Ihre 13 Hauptrollen und die darin verkörperten Frauenfiguren sind eng mit den Rollen verbunden, die Frauen in der Gesellschaft zugestanden wurden und werden. Die Filmjournalistin Jenni Zylka wirft in ihrem im März erschienen Buch »Marilyn Monroe. 100 Seiten« einen neuen, filmjournalistischen und feministischen Blick auf Monroes Werk - und untersucht Phänomene wie das »Upskirting« in der legendärsten Szene aus »The Seven Year Itch«. Über ein Close Reading der Filme arbeitet Zylka heraus, wie Monroe im sexistischen Hollywood darauf verbucht wird, gleichzeitig verletzliche und verführerische Blondinen mit hauchender Stimme zu verkörpern.Wir zeigen sieben Filme der unsterblichen Künstlerin, die äußerst hart an ihrer Karriere arbeitete, immer darum kämpfte, komplexere Rollen zu bekommen und 1962 mit nur 36 Jahren endgültig an den misogynen Machtstrukturen Hollywoods scheiterte.