Manche mögen's heiß

Die mittellosen Musiker Joe und Jerry werden Zeugen eines Überfalls und daraufhin von der Mafia verfolgt. Um ihr Leben zu retten, schmuggeln sie sich als Josephine und Daphne in eine Damenband ein, was zu haarsträubenden Verwicklungen und hinreißendem Crossdressing führt. Als der Saxophon spielende Joe sich in die von Marilyn Monroe verkörperte Ukulele spielende Sängerin Sugar verliebt, stellt er sich ihr als (impotenter) Ölmagnat vor. Denn Sugar hat Josephine gestanden, dass sie sich nicht mehr in arme Saxophonisten verlieben will.
»Die Idee, Joe behaupten zu lassen, er empfinde beim Küssen einer Frau nichts, damit sich Sugar bei der Verführung mehr ins Zeug legen muss, während er (scheinbar) passiv auf dem Sofa liegt, ist einerseits die Variante eines Herrenwitzes. Gleichzeitig zeigt sie Marilyn in einer seltenen Situation: Man sieht ihre Figur dabei, wie sie aktiv einen Mann begehrt. Denn in den meisten ihrer Filme sind es die Männer, die Marilyns Charaktere begehrlich küssen, oft zunächst gegen deren Willen. Dennoch bleibt Joes Lüge zwischen ihnen - er lügt, um sie herumzukriegen.« (Jenni Zylka)
Die mit spritzigen Dialogen entwickelte, temporeiche Persiflage auf Gangsterfilme, Melodramen und das darin übliche Rollenverhalten überzeugt auch durch ihre Besetzung.

Termine

16 August 2026 | 19:00

Marilyn Monroe 100 - Verflixtes Upskirting

#MarginalieFilmreihe im Juli und August#HauptspalteAm 1.Juni wäre Marilyn Monroe 100 Jahre alt geworden. Ihre 13 Hauptrollen und die darin verkörperten Frauenfiguren sind eng mit den Rollen verbunden, die Frauen in der Gesellschaft zugestanden wurden und werden. Die Filmjournalistin Jenni Zylka wirft in ihrem im März erschienen Buch »Marilyn Monroe. 100 Seiten« einen neuen, filmjournalistischen und feministischen Blick auf Monroes Werk - und untersucht Phänomene wie das »Upskirting« in der legendärsten Szene aus »The Seven Year Itch«. Über ein Close Reading der Filme arbeitet Zylka heraus, wie Monroe im sexistischen Hollywood darauf verbucht wird, gleichzeitig verletzliche und verführerische Blondinen mit hauchender Stimme zu verkörpern.Wir zeigen sieben Filme der unsterblichen Künstlerin, die äußerst hart an ihrer Karriere arbeitete, immer darum kämpfte, komplexere Rollen zu bekommen und 1962 mit nur 36 Jahren endgültig an den misogynen Machtstrukturen Hollywoods scheiterte.