Einar Schleef - Ich habe kein Deutschland gefunden

PreisverleihungCLIO 2026
»Es hat nur zwei Genies in Deutschland nach dem Krieg gegeben, im Westen Fassbinder und im Osten Schleef«, so Elfriede Jelinek.
Als Einar Schleef 2001 mit nur 57 Jahren stirbt, ist er alleine, erst Tage später erfährt die Öffentlichkeit von seinem Tod. Wie kommt es, dass dieser Fotokünstler, Maler, Autor und Pionier des deutschen Regietheaters im Osten, später im Westen und schließlich im wiedervereinten Deutschland - gleichermaßen anerkannt und verkannt, gefeiert und verhindert, zielsicher und unverstanden - überall fremd blieb?
Das elliptisch montierte Archivmaterial lässt vor allem Schleef selbst sprechen - sprunghaft, stotternd, schonungslos. Behutsam fügt Sandra Prechtel aus biographischen Schlaglichtern das Porträt eines so widerständigen wie verletzlichen Einzelgängers. Erzählt wird vom Theater, den Verdrängungsmechanismen der Nachkriegsgesellschaft und von deutsch-deutscher Wirklichkeit.
Zu Gast: Sandra Prechtel (Regisseurin), Jutta Hoffmann (Schauspielerin), Gunnar Decker (Laudator), Noosha Aubel (Schirmherrin), Jörg Schüttauf (Schirmherr, Schauspieler)
Moderation: Patrick Wellinski (Journalist)

Ab 18.30 Uhr: Sektempfang

Termine

09 Oktober 2026 | 19:00

moving history Preisverleihung CLIO 2026

Zum neunten Mal wird die CLIO - der Preis für den besten Film zu einem historischen Thema - verliehen. Die CLIO wird von moving history, dem Festival des historischen Films vergeben und von der Landeshauptstadt Potsdam gestiftet. Sie ist mit 5.000 Euro dotiert. Die nominierten Filme und weitere Veranstaltungen sind ab 25.9. im Filmmuseum Potsdam und im ersten Quartal 2027 im Zeughauskino Berlin zu erleben. Die Schirmherrschaft für moving history 2026 hat die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam, Noosha Aubel, inne. Der Schauspieler Jörg Schüttauf übernimmt die Schirmherrschaft für die CLIO 2026.

Eine Veranstaltung von moving history e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V. (ZZF).
Gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und vom Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM).