Menschliches Versagen

Angeregt durch eine von Historiker Wolfgang Dreßen initiierte Ausstellung untersucht Michael Verhoevens Dokumentarfilm die so genannte »Arisierung« im Nationalsozialismus. Der vor allem durch seine Spielfilme bekannte Regisseur (»Die weiße Rose«) deckt auf, wie weitreichend die Bevölkerung an der Enteignung privater Gegenstände der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und den besetzten Ländern beteiligt war. Nicht die Gestapo, sondern Finanzbeamte drangen ab 1933 in Häuser ein und beschlagnahmten die wertvollsten Gegenstände, der Rest wurde oft in der Nachbarschaft versteigert.
Anschließend: Gespräch mit Regisseur Dr. Michael Verhoeven, Historiker Prof. Dr. Wolfgang Dreßen und Journalist Armin H. Flesch
Moderation: Dr. Monika Nakath (Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.)

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. (Landesbüro Brandenburg) und dem Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.

Termine

25. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg

Vom 8.-17. September lädt das Jüdische Filmfestival Berlin & Brandenburg (JFBB) zum runden Geburtstag: Das größte Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland feiert in diesem Jahr unter dem Motto »Celebration« sein 25-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1995 startete das Festival mit acht Filmen, heute im Jahr 2019 präsentiert sich das JFBB mit über 50 Filmen aus 14 Ländern und fast 60 Gästen größer und vielfältiger als zuvor und reflektiert dabei auch in seiner Jubiläumsausgabe die Vielfalt und Diversität jüdischen Lebens weltweit. Mit zwei Programmen ist das JFBB auch wieder im Filmmuseum Potsdam zu Gast.